Elisabeth Forchner, ein neunjähriges Bauernkind, hat gegen das Verbot der Eltern erzählt, dass auf einem abgelegenen, heimatlichen Hof seit einiger Zeit ein menschengrosser Rabe umgeht. Die Nachforschungen der Lehrerin und des Schulleiters bestätigen die mystische Erscheinung, die sich im Verlauf des Stückes als Gestalt gewordene Erinnerung an eine versunkene Welt offenbart, in der die Ewigkeit so lange dauert wie die Zeit zwischen Ruf und Echo...Tut das Unnütze, singt die Lieder die man aus Eurem Mund nicht erwartet! Seid unbequem, seid Sand, nicht Öl im Getriebe der Welt!
(Günther Eich)
Günther Eich (1907-1972):
studierte Jura und Sinologie in Berlin, Leipzig und Paris. Er arbeitete als freier Schriftsteller überwiegend in Berlin, liess sich aber nach seiner Rückkehr aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft 1946 in Oberbayern nieder. Er war Mitglied der Gruppe 47 und wurde mit zahlreichen Preisen, wie zum Beispiel dem Büchner Preis (1959) und dem Schiller Gedächtnispreis (1968), ausgezeichnet."Offenbar erwartet man von mir, dass ich nun erkläre, was ich denn mit diesen Rabengeschöpfen gemeint habe. Soll man sie symbolisch nehmen, sind sie Engel oder Erinnerungsbilder an eine vormenschliche Existenz.? Ich weiss es ebensowenig wie Sie, verehrte Hörer, denn ich habe mir diese Raben nicht ausgedacht, sondern habe sie gesehen."
(Günther Eich)
(2009 Copyright, alle Rechte vorbehalten Teatro d`Arte Scarello- Mainz - Deutschland)
Stückdauer: ca. 60 Minuten ohne Pause technische Voraussetzungen: Bühnenmindestgröße 5x4 m. variables Bühnenbild Raummikrofone in sehr großen Sälen Kosten: nach Absprache